Die Kraft in dir

Ich sehe meinen Blog als eine Art selbsthilfe, meine Posts motivieren mich selbst. Sie erinnern mich immer daran, was ich bis jetzt schon alles geschafft habe. Welche Zeiten ich durchlebt habe. Wo ich hin möchte und wo ich gerade bin. Ich lese mir meine Texte oft selbst durch um Dinge besser verarbeiten zu können, um zu merken was es heißt zu leben. Um mich selbst daran zu erinnern, wie ich die Welt, und wie ich mich sehe. Wie ich alles schon durchgestanden habe und immer wieder glücklich war und bin.

Zurzeit dreht sich in meinem Kopf alles um die Trennung. Und ich lasse jeden einzelnen Gedanken zu. Blocke keinen ab, versuche mich nicht richtig abzulenken. Natürlich wäre es einfacher sich abzulenken, aber ich weiß, dass ich all das hier nie verkraften werde, wenn ich nicht lerne damit abzuschließen. Ich denke an all die schönen Momente die wir gemeinsam hatten, aber auch an die Momente in denen es eben nicht so lief wie erwartet. Das hilft mir, auch wenn es scheiße klingt. Aber dann merke ich, das es einfach so sein sollte. Es hilft mir jetzt nicht, mich daran fest zu nageln wie es hätte sein können. Ich muss es akzeptieren und für mich das beste daraus ziehn. Allein ich bin jetzt wichtig. Egal was kommt, ich muss mit meinen Entscheidungen und mit Dingen leben, die ich nicht ändern kann. 

Das kann auch euch helfen, wenn ihr Dinge habt die schwer sind. Nehmt euch Zeit für euch. Macht euch eure Gedanken. Man muss nur den Punkt erwischen, an dem man merkt, dass es jetzt Zeit wird los zu lassen und sich nicht in ein all zu großen Loch fallen lassen. Schließt mit Entscheidungen ab, an denen man nichts ändern kann. Verarbeitet sie und kämpft weiter. Ihr müsst nur einmal mehr aufstehen als ihr gefallen seid. Nur ein einzigstes mal. Am Ende des Tages schlafen wir alle alleine ein. Keiner kann unsere Gedanken steuern, keiner, außer ihr selbst. 

Ich für meinen Teil, sehe immer das positive in Menschen. In jedem Menschen, egal was passiert ist. Man kann niemanden zwingen, jeder muss seinen Weg selbst gehen. Genauso wenig kann jemand euch zwingen. Überlegt welche Schritte ihr gehen wollt und lasst euch von keinem davon abhalten. Ich hab das selbst nie richtig getan, habe mich ständig von anderen leiten lassen. Es ist oft einfacher, aber ihr verliert dabei euch selbst. Und das muss euch aufwecken. So wie es mich aufgeweckt hat. Ich bin mir sicher, dass ich daraus lernen werde. Ich weiß jetzt was mir wichtig ist und von was ich Abstand halten muss. Ich habe große Pläne für mich selbst. Freue mich darauf, viele Menschen zu begegnen, mich nicht weiter zu verstecken. Mehr selbstvertrauen aufzubauen und noch mehr an mich zu glauben. Mehr als je zuvor.

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